Plateau

Schweine sind ausgesprochen neugierige, lernfähige und intelligente Tiere, die sogar über ein gewisses Ich-Bewusstsein verfügen. Ihr natürlicher Lebensraum sind Wälder mit Büschen und sumpfigen Plätzen, wo sich die Tiere in festen Revieren bewegen. Die Weibchen bilden Gruppen mit einer klaren Sozialstruktur, die aus mehreren weiblichen Tieren mit ihren Jungen (insgesamt bis zu 30) bestehen und von einem der ältesten und erfahrendsten Weibchen angeführt werden. Die meiste Zeit des Tages verbringen sie mit Schlafen. In der Dämmerung werden sie aktiv und gehen gemeinsam auf Nahrungssuche, z.B. indem sie großflächig den Boden mit dem Rüssel nach Pilzen, Knollen, Wurzeln, Larven und Käfern durchwühlen.

 

Zur Schweinemast werden sowohl weibliche, als auch männliche Tiere eingesetzt. Die vorhandenen Böden decken sowohl den Fress- und Bewegungsbereich, als auch den Liegebereich ab. Um den Tieren einen angepassten Raum zu geben, ist bei uns die Umgebung in Teilen der wildlebenden Schweine ähnlich. Unsere Tiere haben die Möglichkeit sich in verschiedene Bereiche zurückzuziehen oder in anderen ihren Erkundungstrieb auszuleben. Diese Bereiche sind so voneinander getrennt, dass sie sowohl einen blickdichten Rückzugsraum schaffen, als auch eine andere Klimaumgebung mit unterschiedlichen Temperaturen. Auch haben unsere Schweine feste Liegebereiche. Hier ist die Oberfläche so geschaffen, dass eine Gabe von z.B. Stroh oder Heu stetig möglich ist. Hiermit beschäftigen sich die Tiere gerne.

Wir beachten stets die Nutztierhaltungsverordnung, die QS-Anforderungen und die Anforderungen der Initiative Tierwohl (LEH).

Im März 2015 hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Bereich des Tierschutzes wichtige Punkte als Leitlinien für die Entwicklung einer zukunftsfähigen, in weiten Teilen der Bevölkerung akzeptierten Tierhaltung geschaffen. Der Einbau des Plateaus sorgt dafür, dass wir bereits einige Kriterien nur durch die Veränderung der Stalleinrichtung erfüllen können.

 

Quelle: http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Ministerium/Beiraete/Agrarpolitik/GutachtenNutztierhaltung-Zusammenfassung.pdf?__blob=publicationFile

(1) Zugang aller Nutztiere zu verschiedenen Klimazonen, vorzugsweise Außenklima ja
(2) Angebot unterschiedlicher Funktionsbereiche mit verschiedenen Bodenbelägen ja
(3) Angebot von Einrichtungen, Stoffen und Reizen zur artgemäßen Beschäftigung, Nahrungsaufnahme und Körperpflege ja
(4) Angebot von ausreichend Platz ja

(5) Verzicht auf Amputationen

anderer Bereich
(6) routinemäßige betriebliche Eigenkontrollen anhand tierbezogener Tierwohlindikatoren anderer Bereich
(7) deutlich reduzierter Arzneimitteleinsatz teilweise
(8) verbesserter Bildungs-, Kenntnis- und Motivationsstand der im Tierbereich arbeitenden Personen anderer Bereich
(9) eine stärkere Berücksichtigung funktionaler Merkmale in der Zucht anderer Bereich

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Familie Albers Powered by 1&1 IONOS